10.04.2024, 16:30 Uhr: Geden­ken an die Befrei­ung des KZ Conti-Limmer

»Es ist nichts zu hören außer dem schlur­fen­den Geräusch der Holz­schuhe auf dem Boden und den Schreien der SS.«

Fast 80 Kilo­me­ter Fußmarsch in schmer­zen­den Holz­schuhen lagen vor über 900 Frauen aus dem KZ Conti-­Limmer, als ­ihnen am 6. April 1945 befoh­len wurde, das Lager zu verlas­sen. Bei Regen und Kälte, mit wenig zu essen und kaum zu trin­ken, wurden sie gezwun­gen, Rich­tung Norden zu mar­schieren. Unter­wegs muss­ten sie mitan­se­hen, wie Männer aus ande­ren hanno­ver­schen Konzen­tra­ti­ons­la­gern erschos­sen wurden, weil sie nicht mehr weiter­konn­ten.

Nach zwei­ein­halb Tagen und Über­nach­tun­gen unter freiem Himmel erreich­ten sie das völlig über­füllte Konzentra­tions­lager Bergen-Belsen, in dem Seuchen und Krank­hei­ten gras­sier­ten, denen bis zur Befrei­ung am 15. April und danach auch viele ehema­lige Gefan­gene des KZ Conti-Limmer zum Opfer fielen.

Wahr­schein­lich gelang etwa 50 Frauen auf dem Marsch die Flucht. Sieben Frauen wurden in Südwin­sen vom Ehepaar Schein­hardt bis zum Eintref­fen der Alli­ier­ten versteckt.

Das KZ Conti-Limmer, in dem 78 kranke Frauen zurück­ge­blie­ben waren, wurde bereits am 10. April 1945 durch ameri­ka­ni­sche Solda­ten befreit. 

Am Jahres­tag der Befrei­ung des KZ Conti-Limmer erin­nern wir anhand von Berich­ten ehema­li­ger Gefan­ge­ner an diese Ereig­nisse und laden dazu ein, gemein­sam der Gefan­ge­nen zu geden­ken.

Die Lesung wird musi­ka­lisch beglei­tet von Holger Kirleis.

Datum
Mitt­woch, 10. April 2024
16:30 Uhr

Ort
Gedenk­stein vor der Sack­mann­straße 40
30453 Hannover-Limmer
(bei schlech­tem Wetter:
Gemein­de­haus der St.-Nikolai-Gemeinde
Sack­mann­straße 27)

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