08.03.2010

Veranstaltungen des Netzwerks Erinnerung und Zukunft, März bis Mai 2010

Ehrenfriedhof am Maschsee-Nordufer

Zum 65. Jahrestag des Kriegsendes in Europa und der Befreiung vom Nationalsozialismus finden von März bis Mai 2010 unter dem Titel »Orte der Erinnerung – Hoffnung auf Befreiung« zahlreiche Veranstaltungen des Netzwerks Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover statt.

Es gibt das Gesamtprogramm als PDF; in diesem finden Sie nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen.

  • Mo 22. März 2010, 14.30 Uhr und Di 23. März 2010, 08.30 Uhr
    Stolpersteine – Erinnerung bewahren«
    Im Stadtgebiet Hannover werden 14 weitere Stolpersteine verlegt, die die Erinnerung an die Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Juden, Sinti, politisch Verfolgten und Deserteuren wach halten.
    Info Stolpersteine
  • Fr 26. März 2010, 14.00 Uhr
    »Weg der lebendigen Erinnerung«

    Start des dreitägigen Bußgangs von Hannover nach Bergen-Belsen. Jede/r kann diesen Weg mitgehen, der an die Todesmärsche der vor den heranrückenden Truppen der Alliierten aus den KZ Außenlagern »evakuierten« Häftlinge und deren Leidensweg erinnert.
    Treffpunkt: Kirchenzentrum Hannover-Mühlenberg, Mühlenberger Markt 5.
    Info Bußgang
  • Sa 27. März 2010, 10.30 Uhr
    »Für ein Stück Brot«
    Auf dem Leidensweg nach Bergen-Belsen machte der Todesmarsch Halt in einer Scheune in Großburgwedel. Auf der Suche nach Essbarem wurden mehrere Häftlinge von der SS erschossen. Drei von ihnen sind heute auf dem Friedhof in Großburgwedel bestattet. An die Ermordung dieser Menschen erinnert die Gedenkstunde.
    Ort: Scheune der Pestalozzi-Stiftung in Burgwedel.
  • Mo 5. April 2010, 17.00 Uhr
    »Hannover unterm Hakenkreuz« – Informationsspaziergang zu den Stätten der Verfolgung und des Widerstandes
    Überformt, überbaut oder einfach nicht bekannt: Wo waren in Hannover die Orte der Verfolgung?
    Treffpunkt: Neustädter Kirche, Rote Reihe.
  • Di 6. April 2010, 16.00 Uhr
    »Der Weg in den Tod« – Eine Stele auf dem Seelhorster Friedhof und ihre Geschichte
    Am Ende des Krieges beging die Gestapo in Hannover ein schreckliches Verbrechen: Über 150 Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion wurden von Ahlem durch die Stadt Hannover auf den Seelhorster Friedhof getrieben und dort ermordet. Mit einer Kranzniederlegung und der Vorstellung von Einzelschicksalen erinnert die IG Metall an diese Menschen. Zuvor findet eine Friedhofsführung statt.
    Ort: Stadtfriedhof Seelhorst.
  • Mo 12. April 2010, 15.00 Uhr
    »Die Hölle auf Erden – Das KZ Ahlem«
    Mit einem Gedenkgottesdienst am Mahnmal des KZ Ahlem wird an die Befreiung der KZ-Insassen am 10. April 1945 erinnert. Im Anschluss wird in der Heisterbergschule das fertig gestaltete Modell des Lagers vorgestellt. Es veranschaulicht die Dimension des Verbrechens und ist ein Zeichen gegen das Vergessen. Ort: KZ-Mahnmal in Hannover-Ahlem (zwischen Harenberger Meile und der Petit-Couronne-Straße) und in der Heisterbergschule in Hannover-Ahlem.
  • Fr 7. Mai 2010, 19.00 Uhr
    »Wahrnehmungen und Perspektiven«
    Am Vorabend des Tages der Befreiung nähern sich ein Kurz-Referat, ein Zeitzeugengespräch und historische Filmaufnahmen dem Kriegsende in Hannover vor 65 Jahren an und gehen der Frage nach, welchen Platz der 8. Mai in der hannoverschen Erinnerungskultur einnimmt.
    Besiegt oder befreit? Prof. Gerd Schneider (PH Freiburg) führt mit einem Vortrag in die Thematik ein und der Rundfunkjournalist Reinhard Stein (NDR) erörtert mit Zeitzeugen, wie Bürger Hannovers das Kriegsende 1945 in ihrer Stadt erlebten.
    Ort: Freizeitheim Linden, Windheimstraße 4
  • Sa 8. Mai 2010, 14.00 Uhr
    »Formen der Erinnerung«
    Vier Tage vor der Befreiung Hannovers wurden über 150 sowjetische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene am 6. April 1945 durch Angehörige der Gestapo auf dem Friedhof Seelhorst erschossen. Die Getöteten sind nach Kriegsende gemeinsam mit weiteren ermordeten Zwangsarbeitern aus Europa auf dem Ehrenfriedhof am Maschsee beigesetzt worden. Ein Mahnmal des ukrainischen Künstlers Nicolai Muchin-Koloda erinnert an ihre Leiden. Schüler der St. Ursula-Schule Hannover werden eine Geschichts- und Erinnerungstafel aufstellen, die über die wechselvolle Geschichte des Mahnmals informiert. Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Schule erinnern mit einer Aktion an die Toten aus verschiedenen europäischen Nationen. Es spricht Marlis Drevermann, Stadträtin für Kultur und Schule.
    Ort: Ehrenfriedhof am Maschsee-Nordufer
  • Sa 8. Mai 2010, 17.00 Uhr
    »Spur in die Vergangenheit – Das Gefängnis der Faschisten«
    Mit einer Gedenkstunde erinnert die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes an die politisch Verfolgten des Nationalsozialismus, die in Hannover im Gerichtsgefängnis in der damaligen Leonhardtstraße inhaftiert wurden. Das Gefängnis ist verschwunden, nur das Denkmal von Hans-Jürgen Breuste kennzeichnet den Ort der Verfolgung.
    Ort: Mahnmal früheres Gerichtsgefängnis am Raschplaz-Pavillon.
  • Sa 8. Mai 2010, 17.30 Uhr
    »Dem Vergessen entgegenwirken«
    Mehr als 1500 KZ Häftlinge aus ganz Europa mussten von 1943 an Zwangsarbeit in der damaligen Akkumulatoren-Fabrik AG (die spätere VARTA) leisten, unmenschliche Arbeits- und Lebensbedingungen führten zu einer hohen Sterblichkeit der Zwangsarbeiter. Damit das Leid der Menschen nicht vergessen wird, lädt die Arbeitsgemeinschaft KZ Stöcken ein, gemeinsam an dem historischen Ort der Opfer zu gedenken.
    Ort: Mahnmal für das ehemalige KZ Stöcken, Garbsener Landstraße / Auf der Horst.

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