02.12.2015

Einladung: Vorstellung des digitalen Stadtrundgangs Hannover 1933–45

Screenshot digitaler Stadtrundgang

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Nachtrag: Der digitale Stadtrundgang ist unter der Adresse http://zukunft-heisst-erinnern.de/ zu finden.
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Zukunft heißt Erinnern: Mit Gegenwartstechnik wird nun ein Kapitel hannoverscher Geschichte neu erlebbar gemacht. Ein digitaler Stadtrundgang führt zu Orten von Verfolgung und Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus. An über 25 Orten im Zentrum der Landeshauptstadt können historische Schlaglichter und Hintergrundinformationen abgerufen werden. Das netzbasierte Portal ist auf Smartphones und Tablets abgestimmt. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative von Stadtjugendring Hannover e. V. und Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover e. V.

Das Projekt verbindet Wegzeichen und Orte im öffentlichen Raum mit Texten und historischen Fotos, welche die Orte in neuem Licht erscheinen lassen. Wo stand in Hannover die Neue Synagoge? Was geschah bei der Besetzung des Gewerkschaftshauses durch SA/SS? Wer war der Boxer Rukeli Trollmann? Diese Fragen können vor Ort, aber auch virtuell erkundet werden.

Mit der Methodik des digitalen Stadtrundgangs werden gezielt Jugendliche als Zielgruppe angesprochen; aber auch die interessierte Öffentlichkeit wird mit der modernen Aufbereitung erreicht. Gleichzeitig knüpft das Projekt an ältere Veröffentlichungen und Angebote wie die Broschüren »Orte der Erinnerung« (2007), den »Antifaschistischen Stadtführer durch das ANDERE Hannover« (1989) und an alternative Stadtführungen an.

Der Öffentlichkeit präsentiert wird der digitale Stadtrundgang am 15.12.2015 im Neuen Rathaus Hannover, einem der 29 Orte des historischen Rundganges. Bürgermeisterin Regine Kramarek wird ein Grußwort sprechen. Anschließend gibt es die Gelegenheit, den Stadtrundgang auf digitalen Endgeräten auszuprobieren; die Internetadresse wird dann bekanntgegeben. Der 15. Dezember ist ein symbolträchtiges Datum für Hannover: Am 15. Dezember 1941 wurden 1001 Juden aus Hannover in das Rigaer Ghetto deportiert.

Der digitale Stadtrundgang beruht auf mehrjähriger ehrenamtlicher Redaktionsarbeit des Arbeitskreises Erinnerung des Stadtjugendring Hannover e. V.; herausgegeben wird er nun in Kooperation mit dem Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover e. V. Die technische Umsetzung übernahm Henning Schröder, Tricas Neue Medien aus Hannover.

Gefördert wird das Projekt von der Landeshauptstadt Hannover, der Sparkasse Hannover, dem DGB – Region Niedersachsen-Mitte und der IG Metall Hannover.

Zukunft heißt Erinnern
Vorstellung des digitalen Stadtrundgangs
zur Geschichte Hannovers 1933–45

Dienstag, 15.12.2015 | 15:00 Uhr
Neues Rathaus, Hodlersaal

 

Informationen:
Tom Seibert 0152-23133125
Sören Köpke 0170-3060063
Michael Pechel 0176-61087353

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